So gelingt die Weihnachtsfeier im Betrieb – | So gelingt die Weihnachtsfeier im Betrieb | ChannelPartner

Für viele Beschäftigte ist die Weihnachtsfeier eine willkommene Abwechslung in ihrem Arbeitsalltag.
Foto: ibreakstock – shutterstock.comAuch 2025 wollen viele Firmen eine Weihnachtsfeier ausrichten. Denn Weihnachtsfeiern sind gelebte Tradition in Deutschland. Eine Umfrage im Auftrag des Rewe Lieferservice zeigte: Eine Weihnachtsfeier ist meist fest als Programmpunkt in der Unternehmensstruktur verankert. Bei 42,5 Prozent der befragten Arbeitnehmer findet sie am Abend in einer externen Location und auf Kosten der Firma statt. Bei 16,1 Prozent wird sie in den Räumen der Firma entweder vom Vorgesetzten oder von Kollegen organisiert.

Der Jahresausklang der Firma ist allerdings etwas anderes als die eines Vereins oder Kegelklubs: Bei einer betrieblichen Weihnachtsfeier geht es nicht nur um das gemütliche Beisammensein, sondern vor allem darum, den Beschäftigten ein Zeichen der Wertschätzung zu geben für ihnen ihr Engagement zugunsten des Unternehmens zu danken. Diese Anerkennung sollte es zusätzlich zu einem freiwillig vereinbarten Weihnachtsgeld im Rahmen eines Tarifvertrages, einer Betriebsvereinbarung oder eines Arbeitsvertrages geben. Denn 2024 zeigte eine Umfrage von Appinio im Auftrag des Stellenportals Indeed: Fast 22 Prozent hätten vom Arbeitgeber lieber mehr Gehalt, statt dass der Geld für eine Weihnachtsfeier ausgibt. Es gilt also: Wenn Weihnachtsfeier, dann nicht am Gehalt sparen.

Bei einer Weihnachtsfeier erwarten die Beschäftigten auch den richtigen Rahmen.
Foto: Kekykela – shutterstock.comEchte Wertschätzung für die Mitarbeiter: Wie und wo?

Umso mehr fühlen sich Mitarbeiter wertgeschätzt oder motiviert, wenn die Weihnachtsfeier gut vorbereitet ist und eine echte Abwechslung zum gewohnten Arbeitsumfeld bedeutet. Die Weihnachtsfeier kann in den eigenen Räumlichkeiten stattfinden. Das solte aber keinesfalls aus bloßer Bequemlichkeit oder aus Kostengründen geschehen, sondern andere Gründe haben.

Spezielle Anbieter oder Internetportale wie die sozial orientierte Plattform Teamevent-plus.de der Berliner “Stiftung Gute Tat”, das bundesweit verbreitete, gewerbliche Portal weihnachtsplaner.de und mehr oder weniger bekannte Erlebnisveranstalter vermitteln oder organisieren individuelle Feiern.

Manchmal hilft auch schon eine feste Kleiderordnung, um festliche Stimmung zu verbreiten.
Foto: Pressmaster – shutterstock.comDie Weihnachtsfeier als Team-Event

Hierbei versprechen Agenturen wie B-Ceed “starke Events” für jedes Budget und jede Firma und Branche. Auch Mitbewerber wie Teamgeist.com bewerben “Alternativen, die mehr Action und Spannung versprechen als rein gastronomische Gipfel” oder Timeride “einzigartige Weihnachtsfeiern” mit einem Ausflug in die Geschichte. Im Mittelpunkt stehen dann ein außergewöhnlicher Ort oder Rahmen wie das Rittergelage in einer alten Burg oder ein Krimi-Dinner, eine “Winterchallenge”, “Weihnachtsmarktrallye”, “Glühwein-Erlebnistour” oder eine digitale Schnitzeltour. Beliebt sind auch Outdoor-Aktivitäten wie Bogenschießen und je nach Region im Norden Bosseln und im Süden Eisstockschießen.

Die Anbieter bringen Budgets in Höhe von 25 bis 250 Euro ins Spiel, wobei seit dem Jahr 2015 bei einer Weihnachtsfeier unter bestimmten Voraussetzungen nicht mehr eine “Freigrenze”, sondern ein “Freibetrag” von 110 Euro gesetzlich verankert ist.

Tipps für den richtigen Termin

Haben die Verantwortlichen eines Betriebes oder Unternehmens erst einmal das Budget und die Art der gewünschten Aktivität geklärt, empfiehlt sich im nächsten Schritt die Terminplanung. Je näher der Termin an Weihnachten liegt, desto eher ist der ein oder andere Mitarbeiter schon in den Weihnachtsferien.

Außerdem ist darauf zu achten, dass am nächsten Morgen keine wichtigen Termine anstehen, Mit einer Uhrzeit wie zum Beispiel 18 Uhr haben auch alle Teilnehmer die faire Möglichkeit, rechtzeitig ihre Tagesaufgaben abzuarbeiten und ebenso pünktlich an- und abreisen zu können.

Generell bieten sich vor allem die Werktage Mittwoch, Donnerstag oder Freitag für Firmenfeiern am Abend an. Während der Montag für viele Mitarbeiter frei unter dem Motto “I hate Mondays” ein Eingewöhnungstag in die neue Werkwoche ist und am Dienstag und Mittwoch meist noch viel zu erledigen ist, hat sich der Donnerstag als Tag für “Afterwork”-Parties etabliert. Am Freitag ist die Vorfreude auf das Wochenende am größten und kann allgemein zum Samstag hin ausgeschlafen werden. Dieser beliebte Tag zum Schmausen und Feiern kann sich aber mit privaten Terminen der Mitarbeiter überschneiden und erschwert die Tisch- oder Raumreservierungen für eine größere Gruppe.

Darüber hinaus ist in Branchen wie dem Handel zu berücksichtigen, dass von montags bis samstags noch Arbeitsschichten oder Mitarbeiter zum Zeitpunkt der geplanten Weihnachtsfeier im Dienste des Unternehmens und vor allem des Kunden tätig sind und deshalb nicht an einer gemeinsamen Betriebsfeier teilnehmen können.

Tipps für die Einladung zur Weihnachtsfeier

Im nächsten Schritt erfolgt die passende Einladung zum Betriebsereignis. Hierbei gibt es zwei Varianten: Entweder die kurze, rein informative Mitteilung, die sich besonders für kleine Betriebe, überschaubare Teams oder von Mitarbeitern im lockeren Rahmen organisierte Weihnachtsfeier eignet. “Bitte keine Mottoparty planen, das braucht es bei der Weihnachtsfeier wirklich nicht”, lautet die Meinung bei Freunden dieser Variante.

Im Kontrast dazu steht die große Lösung für die ganze Firma oder Abteilung, die der anfangs erwähnten Würdigung und damit der vielleicht verbundenen Ehrung bestimmter Mitarbeiter vollauf gerecht wird.

Die erstgenannte, schnörkellose Variante beginnt mit der zügigen (Aus-) Wahl einer geeigneten und noch reservierbaren Lokation. Dann können die Kollegen genauso unkompliziert über einen Internet-Terminplaner wie Doodle.com/de, einen ähnlichen Online-Dienst wie Bringabottle.de oder Messaging-Apps mit festen Gruppen über den gewünschten Ort und Termin entscheiden.

Verschiedene Unterhaltungsspiele können die Stimmung auf einer Weihnachtsfeier aufpeppen.
Foto: CandyBox Images – shutterstock.comIn der abschließenden Mitteilung per E-Mail oder festlichen Einladung sollten dann diese Basisinformationen stehen: Datum, Zeit, Ort, die zu erwartenden Kosten pro Teilnehmer, Sonderregelungen (keine Longdrinks/Schnäpse oder so-und-soviel-Freigetränke) und der Dresscode. Ein Hinweis zum endgültigen Bestätigen oder Anmelden ist für Organisatoren hilfreich. Die Mitarbeiter freuen sich hingegen noch besonders über eine Anfahrtsbeschreibung (wenn die Lokation nicht allen geläufig ist) und Informationen zum Essen (Menükarte, aufgeführte Auswahl bestimmter Hauptgerichte oder feste Menüfolgen, ein größeres Buffet oder Flying Buffet mit Mini-Portionen und für Stehparties.

Bei der zweiten, festlicheren Einladungsvariante ist eine solche Standardbotschaft für die Planer und potenziellen Teilnehmer nicht schicklich. Hier wird noch Wert auf eine persönliche Ansprache und originelle Gestaltung des Einladungsschreibens gelegt. Das kann außer der klassischen Papierform heutzutage auch ein Office-Programm leisten, das im Rahmen einer Serienmail jeden Mitarbeiter gezielt anspricht und neben einem guten Eindruck auch einen bunten Anhang bereithält. Als Beispiel dienen Vorlagen für besondere Einladungstexte, wie sie zum Beispiel Adobe oder Canva bereithalten oder meist kostenfrei nutzbare Onlineportale anbieten. Eine weitere Möglichkeit: Einladungskarten über soziale und karitative Organisationen wie UNICEF oder SOS Kinderdorf bestellen und die dort verfügbaren Tipps zur Textformulierung nutzen.

Tipps für das Programm zur Weihnachtsfeier

Auch beim Rahmenprogramm der Weihnachtsfeier sind mehrere Varianten möglich. Standard sind Essen und Unterhalten sowie das lustige Schrottwichteln mit meist ungeliebten, gebrauchten oder billigen Gegenständen. Auch Karaoke-Singen kann zu heranrückender Stunde amüsant sein.

Zudem können Unterhaltungsspiele die Stimmung aufpeppen und genug Freiraum bieten, die Kollegen mal von einer neuen oder anderen Seite kennenzulernen. Dabei können sich ungeahnte Stärken oder Schwächen offenbaren.

Die erste Spielidee lässt sich je nach Größe der Belegschaft in einer oder mehreren Kleingruppen realisieren: Beim Spiel “Wer bin ich?” wird eine allen wirklich bekannte Persönlichkeit aus Kultur, Sport, Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft erraten. Entweder bekommt eine Person einen hautfreundlichen, leicht entfernbaren Aufkleber oder Notizzettel mit dem Namen der Persönlichkeit auf die Stirn geklebt und muss diese selbst erfragen und herausfinden. Oder die Person merkt sich den Namen einer Persönlichkeit und die Mitspieler oder Teams müssen diesen in abwechselnden Fragerunden erraten.

Der zweite Vorschlag heißt Scharade und eignet sich für fünf bis 15 Teilnehmer. Dabei soll ein zusammengesetztes Wort wie Staubsauger, Weihnachtsmann, Silvesterpunsch oder ein Begriff etwa aus Musik, Kunst, Literatur, Film oder ein berühmtes (Film-) Zitat in Form pantomimischer Bewegungen herausgefunden werden. Auch hier kommen Zettel mit einem Begriff zum Einsatz, die zusammengefaltet in einem Behälter landen und dann gezogen werden.

Etwas anspruchsvoller und schwieriger ist mit der dritten Anregung, eine Geschichte aus Worten zu bilden. Hier kommen kleine bis große Gruppen in Schwung, bei denen die Spielleiter verschiedene ausgefallene und nicht zusammenhängende Begriffe jeweils auf einem Zettel notieren und zur Auslosung freigeben. Anschließend zieht jeder Teilnehmer einen Zettel und der Mitarbeiter, der am Anfang oder Ende der Reihe sitzt, beginnt mit dem Spiel. Aufgabe ist es nun, mit dem Begriff, der auf dem Zettel steht, einen logischen Satz zu bilden. Der nächste Teilnehmer muss dann an diesem Satz anknüpfen, sodass langsam aus den gesamten Begriffen eine lebendige, mithin abstruse Geschichte entsteht.

Außergewöhnliche oder persönliche Spiele-Alternativen

Als Alternative zu solchen Spielen, die manchem Mitarbeiter einfach zu doof, peinlich oder entwaffnend sind, sorgen auch vorgelesene, scheinbar banale Texte für heitere Runden. Diese können meist gratis bei privaten Internetseiten oder gewerblichen Online-Angeboten heruntergeladen werden. Das Rahmenprogramm sollte die Feiernden aber nicht überfordern. “Kaum jemand wird ein Quiz vermissen, bei dem die Fragen aus einem x-beliebigen Brettspiel stammen”, heißt es bei einem Eventvermittler.

Besser wäre da ein selbstentworfenes und persönliches Quiz mit ein paar Insider-Fragen, die auf eine nette und humorvolle Art und Weise den Firmenalltag widerspiegeln. Aber Vorsicht: Nicht jeder hat den selben Sinn für Humor – deshalb lieber auf eienn Scherz verzichten, als die STimmung zu ruinieren.

Eine unterhaltsame wie informative Branchenvariante bietet ChannelPartner mit dem regelmäßigen Marken-Quiz, in dem es darum geht, wie bekannte Hersteller und Anbieter im ITK-Bereich ursprünglich hießen, wie ihre Namen entstanden sind und welche zwei von drei Antwortmöglichkeiten frei erfunden sind: “Warum heißt X eigentlich X?”

Weihnachtsfeier mit Alkohol: Hier ist wie in anderen Details Zurückhaltung angebracht.
Foto: Olga Sapegina – shutterstock.comKnigge für eine Feier ohne Folgen

Mit diesen Ratschlägen sollte einer ausgelassenen Feier nichts mehr im Wege stehen. Aber Obacht: Der Benimm-Knigge für betriebliche Feiern empfiehlt den zurückhaltenden Genuss von Alkohol (um nicht unangenehme Aussagen zur Unzeit zu artikulieren oder den Eindruck zu erwecken, auf Kosten der Firma “mal richtig die Sau rauszulassen”).

Höflichkeit drückt sich auch darin aus, den Verantwortlichen das Buffet oder Essen gemeinschaftlich und ohne Lärmkulisse eröffnen zu lassen. Gebührliches Benehmen und Tischsitten wie das richtige Halten und Wegnehmen des Essbestecks sind selbstverständlich. Bei einem individuell bestellbaren Essen sollten die Gäste bescheiden sein und möglichst nicht die teuersten und ausgefallensten Gerichte auf der Karte ordern.

Die Gespräche am Tisch sollten eher privater Natur sein und sich nicht um den Arbeitsalltag oder polarisierende Themen des Weltgeschehens drehen. Das kann sonst schnell zu Meinungsverschiedenheiten, lautstarken Disputen und schlechter Stimmung führen.

Vorsicht ist auch mit einem vorschnellen Duzen, sprachlicher wie körperlicher Distanzlosigkeit oder Flirt-Attacken angebracht. Ein solches Verhalten kann auf längere Sicht das Verhältnis zu Kollegen oder gar Vorgesetzten belasten und letztlich der Karriere schaden. Beim nächsten Wiedersehen ist Jeder wieder in der gewohnten Rolle und sollte bei einem strittigen Rückblick auf das Weihnachtstreffen sofort das offene Gespräch suchen.

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Für viele Beschäftigte ist die Weihnachtsfeier eine willkommene Abwechslung im Arbeitsalltag.

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Foto: ibreakstock – shutterstock.com

Auch 2025 wollen viele Firmen eine Weihnachtsfeier ausrichten. Denn Weihnachtsfeiern sind gelebte Tradition in Deutschland. Eine Umfrage im Auftrag des Rewe Lieferservice zeigte: Eine Weihnachtsfeier ist meist fest als Programmpunkt in der Unternehmensstruktur verankert. Bei 42,5 Prozent der befragten Arbeitnehmer findet sie am Abend in einer externen Location und auf Kosten der Firma statt. Bei 16,1 Prozent wird sie in den Räumen der Firma entweder vom Vorgesetzten oder von Kollegen organisiert.

Der Jahresausklang der Firma ist allerdings etwas anderes als die eines Vereins oder Kegelklubs: Bei einer betrieblichen Weihnachtsfeier geht es nicht nur um das gemütliche Beisammensein, sondern vor allem darum, den Beschäftigten ein Zeichen der Wertschätzung zu geben für ihnen ihr Engagement zugunsten des Unternehmens zu danken. Diese Anerkennung sollte es zusätzlich zu einem freiwillig vereinbarten Weihnachtsgeld im Rahmen eines Tarifvertrages, einer Betriebsvereinbarung oder eines Arbeitsvertrages geben. Denn 2024 zeigte eine Umfrage von Appinio im Auftrag des Stellenportals Indeed: Fast 22 Prozent hätten vom Arbeitgeber lieber mehr Gehalt, statt dass der Geld für eine Weihnachtsfeier ausgibt. Es gilt also: Wenn Weihnachtsfeier, dann nicht am Gehalt sparen.

Gedeckter Tisch bei deiner Weihnachtsfeier

Bei einer Weihnachtsfeier erwarten die Beschäftigten auch den richtigen Rahmen.

Foto: Kekykela – shutterstock.com

Echte Wertschätzung für die Mitarbeiter: Wie und wo?

Umso mehr fühlen sich Mitarbeiter wertgeschätzt oder motiviert, wenn die Weihnachtsfeier gut vorbereitet ist und eine echte Abwechslung zum gewohnten Arbeitsumfeld bedeutet. Die Weihnachtsfeier kann in den eigenen Räumlichkeiten stattfinden. Das solte aber keinesfalls aus bloßer Bequemlichkeit oder aus Kostengründen geschehen, sondern andere Gründe haben.

Spezielle Anbieter oder Internetportale wie die sozial orientierte Plattform Teamevent-plus.de der Berliner “Stiftung Gute Tat”, das bundesweit verbreitete, gewerbliche Portal weihnachtsplaner.de und mehr oder weniger bekannte Erlebnisveranstalter vermitteln oder organisieren individuelle Feiern.

Menschen bei einer Weihnachtsfeier

Manchmal hilft auch schon eine feste Kleiderordnung, um festliche Stimmung zu verbreiten.

Foto: Pressmaster – shutterstock.com

Die Weihnachtsfeier als Team-Event

Hierbei versprechen Agenturen wie B-Ceed “starke Events” für jedes Budget und jede Firma und Branche. Auch Mitbewerber wie Teamgeist.com bewerben “Alternativen, die mehr Action und Spannung versprechen als rein gastronomische Gipfel” oder Timeride “einzigartige Weihnachtsfeiern” mit einem Ausflug in die Geschichte. Im Mittelpunkt stehen dann ein außergewöhnlicher Ort oder Rahmen wie das Rittergelage in einer alten Burg oder ein Krimi-Dinner, eine “Winterchallenge”, “Weihnachtsmarktrallye”, “Glühwein-Erlebnistour” oder eine digitale Schnitzeltour. Beliebt sind auch Outdoor-Aktivitäten wie Bogenschießen und je nach Region im Norden Bosseln und im Süden Eisstockschießen.

Die Anbieter bringen Budgets in Höhe von 25 bis 250 Euro ins Spiel, wobei seit dem Jahr 2015 bei einer Weihnachtsfeier unter bestimmten Voraussetzungen nicht mehr eine “Freigrenze”, sondern ein “Freibetrag” von 110 Euro gesetzlich verankert ist.

Tipps für den richtigen Termin

Haben die Verantwortlichen eines Betriebes oder Unternehmens erst einmal das Budget und die Art der gewünschten Aktivität geklärt, empfiehlt sich im nächsten Schritt die Terminplanung. Je näher der Termin an Weihnachten liegt, desto eher ist der ein oder andere Mitarbeiter schon in den Weihnachtsferien.

Außerdem ist darauf zu achten, dass am nächsten Morgen keine wichtigen Termine anstehen, Mit einer Uhrzeit wie zum Beispiel 18 Uhr haben auch alle Teilnehmer die faire Möglichkeit, rechtzeitig ihre Tagesaufgaben abzuarbeiten und ebenso pünktlich an- und abreisen zu können.

Generell bieten sich vor allem die Werktage Mittwoch, Donnerstag oder Freitag für Firmenfeiern am Abend an. Während der Montag für viele Mitarbeiter frei unter dem Motto “I hate Mondays” ein Eingewöhnungstag in die neue Werkwoche ist und am Dienstag und Mittwoch meist noch viel zu erledigen ist, hat sich der Donnerstag als Tag für “Afterwork”-Parties etabliert. Am Freitag ist die Vorfreude auf das Wochenende am größten und kann allgemein zum Samstag hin ausgeschlafen werden. Dieser beliebte Tag zum Schmausen und Feiern kann sich aber mit privaten Terminen der Mitarbeiter überschneiden und erschwert die Tisch- oder Raumreservierungen für eine größere Gruppe.

Darüber hinaus ist in Branchen wie dem Handel zu berücksichtigen, dass von montags bis samstags noch Arbeitsschichten oder Mitarbeiter zum Zeitpunkt der geplanten Weihnachtsfeier im Dienste des Unternehmens und vor allem des Kunden tätig sind und deshalb nicht an einer gemeinsamen Betriebsfeier teilnehmen können.

Tipps für die Einladung zur Weihnachtsfeier

Im nächsten Schritt erfolgt die passende Einladung zum Betriebsereignis. Hierbei gibt es zwei Varianten: Entweder die kurze, rein informative Mitteilung, die sich besonders für kleine Betriebe, überschaubare Teams oder von Mitarbeitern im lockeren Rahmen organisierte Weihnachtsfeier eignet. “Bitte keine Mottoparty planen, das braucht es bei der Weihnachtsfeier wirklich nicht”, lautet die Meinung bei Freunden dieser Variante.

Im Kontrast dazu steht die große Lösung für die ganze Firma oder Abteilung, die der anfangs erwähnten Würdigung und damit der vielleicht verbundenen Ehrung bestimmter Mitarbeiter vollauf gerecht wird.

Die erstgenannte, schnörkellose Variante beginnt mit der zügigen (Aus-) Wahl einer geeigneten und noch reservierbaren Lokation. Dann können die Kollegen genauso unkompliziert über einen Internet-Terminplaner wie Doodle.com/de, einen ähnlichen Online-Dienst wie Bringabottle.de oder Messaging-Apps mit festen Gruppen über den gewünschten Ort und Termin entscheiden.

Verschiedene Unterhaltungsspiele können die Stimmung auf einer Weihnachtsfeier aufpeppen.

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Foto: CandyBox Images – shutterstock.com

In der abschließenden Mitteilung per E-Mail oder festlichen Einladung sollten dann diese Basisinformationen stehen: Datum, Zeit, Ort, die zu erwartenden Kosten pro Teilnehmer, Sonderregelungen (keine Longdrinks/Schnäpse oder so-und-soviel-Freigetränke) und der Dresscode. Ein Hinweis zum endgültigen Bestätigen oder Anmelden ist für Organisatoren hilfreich. Die Mitarbeiter freuen sich hingegen noch besonders über eine Anfahrtsbeschreibung (wenn die Lokation nicht allen geläufig ist) und Informationen zum Essen (Menükarte, aufgeführte Auswahl bestimmter Hauptgerichte oder feste Menüfolgen, ein größeres Buffet oder Flying Buffet mit Mini-Portionen und für Stehparties.

Bei der zweiten, festlicheren Einladungsvariante ist eine solche Standardbotschaft für die Planer und potenziellen Teilnehmer nicht schicklich. Hier wird noch Wert auf eine persönliche Ansprache und originelle Gestaltung des Einladungsschreibens gelegt. Das kann außer der klassischen Papierform heutzutage auch ein Office-Programm leisten, das im Rahmen einer Serienmail jeden Mitarbeiter gezielt anspricht und neben einem guten Eindruck auch einen bunten Anhang bereithält. Als Beispiel dienen Vorlagen für besondere Einladungstexte, wie sie zum Beispiel Adobe oder Canva bereithalten oder meist kostenfrei nutzbare Onlineportale anbieten. Eine weitere Möglichkeit: Einladungskarten über soziale und karitative Organisationen wie UNICEF oder SOS Kinderdorf bestellen und die dort verfügbaren Tipps zur Textformulierung nutzen.

Tipps für das Programm zur Weihnachtsfeier

Auch beim Rahmenprogramm der Weihnachtsfeier sind mehrere Varianten möglich. Standard sind Essen und Unterhalten sowie das lustige Schrottwichteln mit meist ungeliebten, gebrauchten oder billigen Gegenständen. Auch Karaoke-Singen kann zu heranrückender Stunde amüsant sein.

Zudem können Unterhaltungsspiele die Stimmung aufpeppen und genug Freiraum bieten, die Kollegen mal von einer neuen oder anderen Seite kennenzulernen. Dabei können sich ungeahnte Stärken oder Schwächen offenbaren.

Die erste Spielidee lässt sich je nach Größe der Belegschaft in einer oder mehreren Kleingruppen realisieren: Beim Spiel “Wer bin ich?” wird eine allen wirklich bekannte Persönlichkeit aus Kultur, Sport, Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft erraten. Entweder bekommt eine Person einen hautfreundlichen, leicht entfernbaren Aufkleber oder Notizzettel mit dem Namen der Persönlichkeit auf die Stirn geklebt und muss diese selbst erfragen und herausfinden. Oder die Person merkt sich den Namen einer Persönlichkeit und die Mitspieler oder Teams müssen diesen in abwechselnden Fragerunden erraten.

Der zweite Vorschlag heißt Scharade und eignet sich für fünf bis 15 Teilnehmer. Dabei soll ein zusammengesetztes Wort wie Staubsauger, Weihnachtsmann, Silvesterpunsch oder ein Begriff etwa aus Musik, Kunst, Literatur, Film oder ein berühmtes (Film-) Zitat in Form pantomimischer Bewegungen herausgefunden werden. Auch hier kommen Zettel mit einem Begriff zum Einsatz, die zusammengefaltet in einem Behälter landen und dann gezogen werden.

Etwas anspruchsvoller und schwieriger ist mit der dritten Anregung, eine Geschichte aus Worten zu bilden. Hier kommen kleine bis große Gruppen in Schwung, bei denen die Spielleiter verschiedene ausgefallene und nicht zusammenhängende Begriffe jeweils auf einem Zettel notieren und zur Auslosung freigeben. Anschließend zieht jeder Teilnehmer einen Zettel und der Mitarbeiter, der am Anfang oder Ende der Reihe sitzt, beginnt mit dem Spiel. Aufgabe ist es nun, mit dem Begriff, der auf dem Zettel steht, einen logischen Satz zu bilden. Der nächste Teilnehmer muss dann an diesem Satz anknüpfen, sodass langsam aus den gesamten Begriffen eine lebendige, mithin abstruse Geschichte entsteht.

Außergewöhnliche oder persönliche Spiele-Alternativen

Als Alternative zu solchen Spielen, die manchem Mitarbeiter einfach zu doof, peinlich oder entwaffnend sind, sorgen auch vorgelesene, scheinbar banale Texte für heitere Runden. Diese können meist gratis bei privaten Internetseiten oder gewerblichen Online-Angeboten heruntergeladen werden. Das Rahmenprogramm sollte die Feiernden aber nicht überfordern. “Kaum jemand wird ein Quiz vermissen, bei dem die Fragen aus einem x-beliebigen Brettspiel stammen”, heißt es bei einem Eventvermittler.

Besser wäre da ein selbstentworfenes und persönliches Quiz mit ein paar Insider-Fragen, die auf eine nette und humorvolle Art und Weise den Firmenalltag widerspiegeln. Aber Vorsicht: Nicht jeder hat den selben Sinn für Humor – deshalb lieber auf eienn Scherz verzichten, als die STimmung zu ruinieren.

Eine unterhaltsame wie informative Branchenvariante bietet ChannelPartner mit dem regelmäßigen Marken-Quiz, in dem es darum geht, wie bekannte Hersteller und Anbieter im ITK-Bereich ursprünglich hießen, wie ihre Namen entstanden sind und welche zwei von drei Antwortmöglichkeiten frei erfunden sind: “Warum heißt X eigentlich X?”

Weihnachtsfeier mit Alkohol: Hier ist wie in anderen Details Zurückhaltung angebracht.

Weihnachtsfeier mit Alkohol: Hier ist wie in anderen Details Zurückhaltung angebracht.

Foto: Olga Sapegina – shutterstock.com

Knigge für eine Feier ohne Folgen

Mit diesen Ratschlägen sollte einer ausgelassenen Feier nichts mehr im Wege stehen. Aber Obacht: Der Benimm-Knigge für betriebliche Feiern empfiehlt den zurückhaltenden Genuss von Alkohol (um nicht unangenehme Aussagen zur Unzeit zu artikulieren oder den Eindruck zu erwecken, auf Kosten der Firma “mal richtig die Sau rauszulassen”).

Höflichkeit drückt sich auch darin aus, den Verantwortlichen das Buffet oder Essen gemeinschaftlich und ohne Lärmkulisse eröffnen zu lassen. Gebührliches Benehmen und Tischsitten wie das richtige Halten und Wegnehmen des Essbestecks sind selbstverständlich. Bei einem individuell bestellbaren Essen sollten die Gäste bescheiden sein und möglichst nicht die teuersten und ausgefallensten Gerichte auf der Karte ordern.

Die Gespräche am Tisch sollten eher privater Natur sein und sich nicht um den Arbeitsalltag oder polarisierende Themen des Weltgeschehens drehen. Das kann sonst schnell zu Meinungsverschiedenheiten, lautstarken Disputen und schlechter Stimmung führen.

Vorsicht ist auch mit einem vorschnellen Duzen, sprachlicher wie körperlicher Distanzlosigkeit oder Flirt-Attacken angebracht. Ein solches Verhalten kann auf längere Sicht das Verhältnis zu Kollegen oder gar Vorgesetzten belasten und letztlich der Karriere schaden. Beim nächsten Wiedersehen ist Jeder wieder in der gewohnten Rolle und sollte bei einem strittigen Rückblick auf das Weihnachtstreffen sofort das offene Gespräch suchen.

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