So gelingt der Umstieg von Spotify zu Apple Music – | So gelingt der Umstieg von Spotify zu Apple Music | ChannelPartner

Wenn Sie einen Wechsel von Spotify zu Apple Music in Betracht ziehen, sollten Sie einige Punkte im Blick behalten – insbesondere, was problemlos funktioniert und wo es Einschränkungen gibt. Offensichtliche Unterschiede wie das App-Design lasse ich bewusst außen vor, da sie sich ohnehin nicht vermeiden lassen.

Foundry

Von Spotify zu Apple Music wechseln – was keine Probleme bereitet

Beginnen wir mit den grundlegenden Punkten: Der Musik- und Podcastkatalog von Spotify und Apple Music ist praktisch identisch. Bei der Musik gibt es kleine Unterschiede an den äußersten Rändern. Bei meinem Umzug meiner Playlists von Spotify zu Apple Music konnten nur rund 40 von mehreren Tausend Songs nicht gefunden werden, die meisten davon kleine obskure Bands, die sich in Playlists für kleine, obskure Festivals eingeschlichen haben. Für mich persönlich kein Verlust.

Ähnlich sieht es bei Podcasts aus: Seit Spotify seine Exklusivitätsstrategie aufgegeben hat, sind praktisch alle Podcasts auch auf Apple Music (oder bei Apple Podcasts) verfügbar. Das Einzige, worauf Sie achten müssen: Im Gegensatz zu Spotify gibt es bei Apple eine separate App für Podcasts. Da Podcasts mich überhaupt nicht interessieren, bin ich ein großer Fan dieser Trennung. Doch ich kann mir gut vorstellen, dass manche Menschen, die sowohl Musik als auch Podcasts hören, beides gern in einer App hätten.

Apropos Umzug von Playlists: Lange Zeit war der ätzendste Aspekt eines Plattformwechsels, wie man seine Playlists von einem Anbieter zum anderen bekommt. Irgendwann haben sich kostenpflichtige Dienste wie “Free Your Music” etabliert, die die Bibliothek automatisch umziehen konnten. Seit Mai 2025 wird dafür kein externer Dienst mehr benötigt, zumindest nicht an der Oberfläche.

Im Hintergrund kooperiert Apple mit “Songshift”, das wie “Free Your Music” ganze Bibliotheken umziehen kann. Seit Ende August ist dieser Service auch in Deutschland verfügbar – und zwar vollkommen kostenlos (solange Sie bereits für ein Apple-Music-Abo bezahlen).

Haben Sie Apple Music erst einmal eingerichtet, erhalten Sie auch Empfehlungen für Künstlerinnen und Künstler, Alben und Playlists. Diese unterscheiden sich vereinzelt von Spotify, besonders beim Namen, die Umgewöhnung dürfte aber keine großen Probleme bereiten. 

Bis der Empfehlungsalgorithmus sich an Ihre Präferenzen angepasst hat, kann es ein Weilchen dauern. Geben Sie dem Ganzen zwei Wochen bis einen Monat – dann dürfte es sich eingependelt haben.

Funktionen, die Apple Music fehlen

Die größten Unterschiede zwischen den verschiedenen Streaming-Plattformen betreffen in der Regel die Funktionalität, nicht die Inhalte. Beim Wechsel von Spotify zu Apple Music sind mir einige Unterschiede aufgefallen, die das Erlebnis merklich trüben. Ob diese für Sie ausschlaggebend sind, müssen Sie selbst entscheiden.

Sortieren von Playlists

Bleiben wir zunächst bei Playlists: In Spotify habe ich über 40 Playlists; die meisten davon spiegeln ein bestimmtes Genre wider und liegen alphabetisch sortiert in der Mitte der Liste. Die Playlists (oder Mixes), die ich am häufigsten höre – “mein Mix der Woche” und “meine To-do-Liste”, in die ich die dazugehörigen Alben einzelner Songs aus meinem Mix der Woche schmeiße –, stehen am Anfang der Liste, sortiert nach Wichtigkeit. Am Ende meiner Sammlung liegen wahllos sortiert Playlists für bestimmte Anlässe, die ich praktisch nie wieder öffne: Festivals, Partys, Playlists mit Empfehlungen für Freunde.

Neben den üblichen Möglichkeiten, meine Playlists alphabetisch, nach Erstellungsdatum oder danach, wann ich sie zuletzt abgespielt habe, kann ich sie in Spotify auch manuell sortieren. In Apple Music ist die Liste auf vorgegebene Sortierungen beschränkt: nach Titel, nach Datum, nach letzter Wiedergabe und nach Art der Playlist (Ordner, eigene Playlists, Apple-Music-Playlists). Manuell sortieren kann ich nicht.

Für meine wichtigsten Playlists ist das kein Problem: Nach “zuletzt abgespielt” sortiert, sitzen sie in der Regel ganz oben in der Liste. Und wenn ich meine Sammlung alphabetisch sortiere, kann ich häufig verwendete Playlists zumindest anpinnen, damit sie immer an erster Stelle erscheinen. Darüber hinaus sieht es aber aus wie Kraut und Rüben: Der Ordner „Festivals“ liegt zwischen den Playlists „Extreme“ und „Grind“, wo er nicht hingehört, „Meine Shazam-Titel“ (importiert von Spotify) liegt zwischen „Mathcore“ und „Melodeath“, wo sie nicht hingehört.

Keine der vorgegebenen Sortierungen ist für mich wirklich zufriedenstellend.

Von Playlist zu Artist

Wo wir gerade bei Playlists sind: Weder in der Mac- noch in der iPhone-App gibt es die Möglichkeit, aus einem Playlist-Eintrag heraus zum dazugehörigen Artist zu gelangen. Man muss immer einen Umweg übers Album gehen und dort auf den Namen tippen. Zudem ist dieser zwischen den beiden Varianten auch unterschiedlich beschriftet: In Apple Music auf dem Mac heißt es „In Apple Music“ anzeigen, in Apple Music fürs iPhone nur „Zum Album“. Warum? Keine Ahnung.

Keine Wiedergabestatistiken

Eine merkwürdige Eigenheit von Apple Music (aber auch von anderen Streaming-Anbietern) ist, dass der Dienst Abonnenten keinerlei Informationen dazu bietet, wie beliebt Künstlerinnen und Künstler sind und wie häufig welcher Song gehört wurde.

Wenn ich bei einem Konzert beispielsweise zufällig eine Band sehe, die ich nicht kenne, die mir aber gefällt, dann würde ich gern wissen, ob und wie sie mir durch die Lappen gegangen ist. Bei Spotify ist das relativ einfach: Wie viele Spotify-User im Monat eine Band hören, steht im jeweiligen Profil. 240 im Monat? Kein Wunder, dass ich sie nicht kenne. Eine Million? Okay, wirklich merkwürdig, dass ich sie übersehen konnte.

Da gibt es dann natürlich das Argument, dass man sich ja so ganz auf die Musik einlassen kann und nicht darauf, was gerade wie beliebt ist. Und ja, ich verstehe das Argument, aber für mich spielt es einfach keine Rolle, weil ich meine Musik ohnehin nicht nach Beliebtheit aussuche.

Wenn ich dann bei einer solchen Band reinhören will, klicke ich mich bei Spotify durch die meistgehörten Songs der letzten paar Alben, um ein grobes Gefühl dafür zu bekommen, was genau Fans dieser Bands mögen und warum. Das geht ganz einfach, denn Spotify zeigt an, wie häufig ein Song wiedergegeben worden ist – zumindest in der Desktop-Ansicht. Apple Music tut das nirgends.

Wenn das ein Problem für Sie ist, muss ich Sie leider enttäuschen: So genau wie Spotify zeigt kein anderer Musik-Streamingdienst Wiedergabezahlen an.

Keine Synchronisation der Wiedergabe

Was mich bei meiner Recherche nach Spotify-Alternativen komplett überrumpelt hat, ist, dass Apple Music Wiedergaben nicht geräteübergreifend synchronisiert.

Wenn ich Spotify auf meinem Macbook verwende und dann aus dem Haus gehe, kann ich nahtlos zum iPhone wechseln oder die Wiedergabe zumindest dort fortsetzen, wo ich sie zu Hause pausiert habe. Doch nicht nur das: Wenn ich meine Musik gerade an meinem Macbook über die Lautsprecher an meinem Büro-Set-up höre, kann ich sie auch vom iPhone aus steuern, ohne das Ausgabegerät zu wechseln – wie eine Fernbedienung, gewissermaßen. Die Funktion heißt “Spotify Connect”.

Wenn ich auf meinem iPhone etwas in Apple Music wiedergebe, weiß Apple Music auf meinem Macbook nicht, was ich auf meinem iPhone zuletzt gehört habe, sondern zeigt nur das an, was zuletzt auf meinem Macbook gelaufen ist – und umgekehrt.

Zugegeben: Außer Spotify unterstützt nur Qobuz diese Funktion, und Deezer hat eine halbherzige Implementierung, die sich aber immerhin merkt, welchen Song man zuletzt auf irgendeinem Gerät gehört hat. 

Doch gerade von Apple, dem Unternehmen, das so stolz darauf ist, wie nahtlos sich seine Geräte innerhalb des Ökosystems miteinander verbinden können – Airdrop, Handoff usw. – ist es völlig verblüffend, warum gerade diese Funktion nicht verfügbar ist.

Foundry

Für mich (noch) keine Option

Während ich insbesondere mit dem leichten, frischen Look von Apple Music und der Trennung von Musik und Podcasts zufrieden bin, scheitert es für mich leider bei den Software-Funktionen. Zu groß sind die Abstriche, die ich machen müsste, wenn ich von Spotify wechsle.

Ob dasselbe für Sie gilt, müssen Sie freilich selbst entscheiden. Mir ist durchaus bewusst, dass mein “Workflow” wahrscheinlich nicht Ihrem entspricht. Wenn Sie sich aber mit den oben genannten Punkten identifizieren können, dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass Apple Music auch für Sie nicht der richtige Musik-Streamingdienst ist.

Wenn Sie unschlüssig sind, können Sie Apple Music einen Monat kostenlos testen, wenn Sie das Angebot nicht vorher schon genutzt haben. Und wenn doch, können Sie stattdessen einen Monat lang Apple One testen, wo Apple Music ebenfalls enthalten ist.

Ich für meinen Teil bin nach Testmonaten mit Deezer und Tidal bei Qobuz angekommen und bin so weit ganz zufrieden. Mir fehlen die automatischen gemeinsamen Mixes mit anderen Nutzern, aber das lässt sich notfalls auch manuell lösen. In der Desktop-App kann ich meine Playlists beliebig anordnen und die App synchronisiert auch die Wiedergabe zwischen mehreren Geräten.

Dafür ist Qobuz aber auch einer der teuersten Musik-Streamingdienste: Fürs Solo-Abo werden 15,99 Euro im Monat bei monatlicher Zahlung fällig oder umgerechnet 13,99 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung (167,88 Euro insgesamt). Natürlich kann man mit Duo- oder Familien-Abos deutlich sparen. Ob ich bei Qobuz bleibe, werde ich am Ende meines Testmonats entscheiden. (Macwelt) 

Wenn Sie einen Wechsel von Spotify zu Apple Music in Betracht ziehen, sollten Sie einige Punkte im Blick behalten – insbesondere, was problemlos funktioniert und wo es Einschränkungen gibt. Offensichtliche Unterschiede wie das App-Design lasse ich bewusst außen vor, da sie sich ohnehin nicht vermeiden lassen.

Apple-Music

Foundry

Von Spotify zu Apple Music wechseln – was keine Probleme bereitet

Beginnen wir mit den grundlegenden Punkten: Der Musik- und Podcastkatalog von Spotify und Apple Music ist praktisch identisch. Bei der Musik gibt es kleine Unterschiede an den äußersten Rändern. Bei meinem Umzug meiner Playlists von Spotify zu Apple Music konnten nur rund 40 von mehreren Tausend Songs nicht gefunden werden, die meisten davon kleine obskure Bands, die sich in Playlists für kleine, obskure Festivals eingeschlichen haben. Für mich persönlich kein Verlust.

Ähnlich sieht es bei Podcasts aus: Seit Spotify seine Exklusivitätsstrategie aufgegeben hat, sind praktisch alle Podcasts auch auf Apple Music (oder bei Apple Podcasts) verfügbar. Das Einzige, worauf Sie achten müssen: Im Gegensatz zu Spotify gibt es bei Apple eine separate App für Podcasts. Da Podcasts mich überhaupt nicht interessieren, bin ich ein großer Fan dieser Trennung. Doch ich kann mir gut vorstellen, dass manche Menschen, die sowohl Musik als auch Podcasts hören, beides gern in einer App hätten.

Apropos Umzug von Playlists: Lange Zeit war der ätzendste Aspekt eines Plattformwechsels, wie man seine Playlists von einem Anbieter zum anderen bekommt. Irgendwann haben sich kostenpflichtige Dienste wie “Free Your Music” etabliert, die die Bibliothek automatisch umziehen konnten. Seit Mai 2025 wird dafür kein externer Dienst mehr benötigt, zumindest nicht an der Oberfläche.

Im Hintergrund kooperiert Apple mit “Songshift”, das wie “Free Your Music” ganze Bibliotheken umziehen kann. Seit Ende August ist dieser Service auch in Deutschland verfügbar – und zwar vollkommen kostenlos (solange Sie bereits für ein Apple-Music-Abo bezahlen).

Haben Sie Apple Music erst einmal eingerichtet, erhalten Sie auch Empfehlungen für Künstlerinnen und Künstler, Alben und Playlists. Diese unterscheiden sich vereinzelt von Spotify, besonders beim Namen, die Umgewöhnung dürfte aber keine großen Probleme bereiten. 

Bis der Empfehlungsalgorithmus sich an Ihre Präferenzen angepasst hat, kann es ein Weilchen dauern. Geben Sie dem Ganzen zwei Wochen bis einen Monat – dann dürfte es sich eingependelt haben.

Funktionen, die Apple Music fehlen

Die größten Unterschiede zwischen den verschiedenen Streaming-Plattformen betreffen in der Regel die Funktionalität, nicht die Inhalte. Beim Wechsel von Spotify zu Apple Music sind mir einige Unterschiede aufgefallen, die das Erlebnis merklich trüben. Ob diese für Sie ausschlaggebend sind, müssen Sie selbst entscheiden.

Sortieren von Playlists

Bleiben wir zunächst bei Playlists: In Spotify habe ich über 40 Playlists; die meisten davon spiegeln ein bestimmtes Genre wider und liegen alphabetisch sortiert in der Mitte der Liste. Die Playlists (oder Mixes), die ich am häufigsten höre – “mein Mix der Woche” und “meine To-do-Liste”, in die ich die dazugehörigen Alben einzelner Songs aus meinem Mix der Woche schmeiße –, stehen am Anfang der Liste, sortiert nach Wichtigkeit. Am Ende meiner Sammlung liegen wahllos sortiert Playlists für bestimmte Anlässe, die ich praktisch nie wieder öffne: Festivals, Partys, Playlists mit Empfehlungen für Freunde.

Neben den üblichen Möglichkeiten, meine Playlists alphabetisch, nach Erstellungsdatum oder danach, wann ich sie zuletzt abgespielt habe, kann ich sie in Spotify auch manuell sortieren. In Apple Music ist die Liste auf vorgegebene Sortierungen beschränkt: nach Titel, nach Datum, nach letzter Wiedergabe und nach Art der Playlist (Ordner, eigene Playlists, Apple-Music-Playlists). Manuell sortieren kann ich nicht.

Für meine wichtigsten Playlists ist das kein Problem: Nach “zuletzt abgespielt” sortiert, sitzen sie in der Regel ganz oben in der Liste. Und wenn ich meine Sammlung alphabetisch sortiere, kann ich häufig verwendete Playlists zumindest anpinnen, damit sie immer an erster Stelle erscheinen. Darüber hinaus sieht es aber aus wie Kraut und Rüben: Der Ordner „Festivals“ liegt zwischen den Playlists „Extreme“ und „Grind“, wo er nicht hingehört, „Meine Shazam-Titel“ (importiert von Spotify) liegt zwischen „Mathcore“ und „Melodeath“, wo sie nicht hingehört.

Keine der vorgegebenen Sortierungen ist für mich wirklich zufriedenstellend.

Von Playlist zu Artist

Wo wir gerade bei Playlists sind: Weder in der Mac- noch in der iPhone-App gibt es die Möglichkeit, aus einem Playlist-Eintrag heraus zum dazugehörigen Artist zu gelangen. Man muss immer einen Umweg übers Album gehen und dort auf den Namen tippen. Zudem ist dieser zwischen den beiden Varianten auch unterschiedlich beschriftet: In Apple Music auf dem Mac heißt es „In Apple Music“ anzeigen, in Apple Music fürs iPhone nur „Zum Album“. Warum? Keine Ahnung.

Keine Wiedergabestatistiken

Eine merkwürdige Eigenheit von Apple Music (aber auch von anderen Streaming-Anbietern) ist, dass der Dienst Abonnenten keinerlei Informationen dazu bietet, wie beliebt Künstlerinnen und Künstler sind und wie häufig welcher Song gehört wurde.

Wenn ich bei einem Konzert beispielsweise zufällig eine Band sehe, die ich nicht kenne, die mir aber gefällt, dann würde ich gern wissen, ob und wie sie mir durch die Lappen gegangen ist. Bei Spotify ist das relativ einfach: Wie viele Spotify-User im Monat eine Band hören, steht im jeweiligen Profil. 240 im Monat? Kein Wunder, dass ich sie nicht kenne. Eine Million? Okay, wirklich merkwürdig, dass ich sie übersehen konnte.

Da gibt es dann natürlich das Argument, dass man sich ja so ganz auf die Musik einlassen kann und nicht darauf, was gerade wie beliebt ist. Und ja, ich verstehe das Argument, aber für mich spielt es einfach keine Rolle, weil ich meine Musik ohnehin nicht nach Beliebtheit aussuche.

Wenn ich dann bei einer solchen Band reinhören will, klicke ich mich bei Spotify durch die meistgehörten Songs der letzten paar Alben, um ein grobes Gefühl dafür zu bekommen, was genau Fans dieser Bands mögen und warum. Das geht ganz einfach, denn Spotify zeigt an, wie häufig ein Song wiedergegeben worden ist – zumindest in der Desktop-Ansicht. Apple Music tut das nirgends.

Wenn das ein Problem für Sie ist, muss ich Sie leider enttäuschen: So genau wie Spotify zeigt kein anderer Musik-Streamingdienst Wiedergabezahlen an.

Keine Synchronisation der Wiedergabe

Was mich bei meiner Recherche nach Spotify-Alternativen komplett überrumpelt hat, ist, dass Apple Music Wiedergaben nicht geräteübergreifend synchronisiert.

Wenn ich Spotify auf meinem Macbook verwende und dann aus dem Haus gehe, kann ich nahtlos zum iPhone wechseln oder die Wiedergabe zumindest dort fortsetzen, wo ich sie zu Hause pausiert habe. Doch nicht nur das: Wenn ich meine Musik gerade an meinem Macbook über die Lautsprecher an meinem Büro-Set-up höre, kann ich sie auch vom iPhone aus steuern, ohne das Ausgabegerät zu wechseln – wie eine Fernbedienung, gewissermaßen. Die Funktion heißt “Spotify Connect”.

Wenn ich auf meinem iPhone etwas in Apple Music wiedergebe, weiß Apple Music auf meinem Macbook nicht, was ich auf meinem iPhone zuletzt gehört habe, sondern zeigt nur das an, was zuletzt auf meinem Macbook gelaufen ist – und umgekehrt.

Zugegeben: Außer Spotify unterstützt nur Qobuz diese Funktion, und Deezer hat eine halbherzige Implementierung, die sich aber immerhin merkt, welchen Song man zuletzt auf irgendeinem Gerät gehört hat. 

Doch gerade von Apple, dem Unternehmen, das so stolz darauf ist, wie nahtlos sich seine Geräte innerhalb des Ökosystems miteinander verbinden können – Airdrop, Handoff usw. – ist es völlig verblüffend, warum gerade diese Funktion nicht verfügbar ist.

Liquid-Glass-in-Apple-Music

Foundry

Für mich (noch) keine Option

Während ich insbesondere mit dem leichten, frischen Look von Apple Music und der Trennung von Musik und Podcasts zufrieden bin, scheitert es für mich leider bei den Software-Funktionen. Zu groß sind die Abstriche, die ich machen müsste, wenn ich von Spotify wechsle.

Ob dasselbe für Sie gilt, müssen Sie freilich selbst entscheiden. Mir ist durchaus bewusst, dass mein “Workflow” wahrscheinlich nicht Ihrem entspricht. Wenn Sie sich aber mit den oben genannten Punkten identifizieren können, dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass Apple Music auch für Sie nicht der richtige Musik-Streamingdienst ist.

Wenn Sie unschlüssig sind, können Sie Apple Music einen Monat kostenlos testen, wenn Sie das Angebot nicht vorher schon genutzt haben. Und wenn doch, können Sie stattdessen einen Monat lang Apple One testen, wo Apple Music ebenfalls enthalten ist.

Ich für meinen Teil bin nach Testmonaten mit Deezer und Tidal bei Qobuz angekommen und bin so weit ganz zufrieden. Mir fehlen die automatischen gemeinsamen Mixes mit anderen Nutzern, aber das lässt sich notfalls auch manuell lösen. In der Desktop-App kann ich meine Playlists beliebig anordnen und die App synchronisiert auch die Wiedergabe zwischen mehreren Geräten.

Dafür ist Qobuz aber auch einer der teuersten Musik-Streamingdienste: Fürs Solo-Abo werden 15,99 Euro im Monat bei monatlicher Zahlung fällig oder umgerechnet 13,99 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung (167,88 Euro insgesamt). Natürlich kann man mit Duo- oder Familien-Abos deutlich sparen. Ob ich bei Qobuz bleibe, werde ich am Ende meines Testmonats entscheiden. (Macwelt)

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