Kathrein will nach Insolvenz weitermachen – | Kathrein will nach Insolvenz weitermachen | ChannelPartner
Nach der Insolvenz von Auerswald hat es nun den nächsten Traditionshersteller erwischt: Die Unternehmen der Rosenheimer Kathrein-Gruppe mussten in den letzten Tagen nacheinander Insolvenz anmelden.
Die Gruppe bestand im Wesentlichen aus der Kathrein Broadcast GmbH und der Kathrein Electronics GmbH, die die Gesellschaften Kathrein Digital Systems, Kathrein Solutions und Kathrein Sachsen bündelt. So stellten die Gesellschaften Kathrein SE am 5. August), Kathrein Electronics GmbH am 11. August und Kathrein Digital Systems GmbH am 18. August jeweils einen Antrag auf Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens. In der Kathrein-Gruppe an den Standorten in Süddeutschland sind aktuell über 100 Beschäftigte von der Insolvenz betroffen. Die Gehaltszahlungen werden durch das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit übernommen.
Bereits im März 2025 hatte die Kathrein Broadcast GmbH die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das Verfahren wurde am 1. Juni eröffnet. Hier wurde bereits mit Lenbach Capital ein Investor gefunden. Die neuen Gesellschafter unter Führung von Lenbach Capital-Gründer Hans Liebler werden sämtliche Anteile übernehmen. Die Kathrein Broadcast GmbH ist durch die neuen Gesellschafter zukünftig damit nicht mehr Teil der Gruppe.
Interesse von Investoren
Das Amtsgericht Rosenheim hat nun Rechtsanwalt Michael Verken von der Rechtsanwaltskanzlei und Unternehmensberatung Anchor zum vorläufigen Insolvenzverwalter für die nun zahlungsunfähigen Kathrein-Unternehmen bestellt. Gemeinsam mit der jeweiligen Geschäftsleitung werden die Unternehmen stabilisiert. Der Investorenprozess soll nun in Kürze starten. Laut Anchor sollen bereits Interessensbekundungen vorliegen.
Kathrein gibt es schon seit über hundert Jahre. Die Gruppe bietet ein breites technisches Spektrum von Hochfrequenz- und Rundfunktechnik über Netzwerktechnik und digitale Empfangssysteme bis hin zu AutoID-Anwendungen, E-Mobility-Lösungen und Produkten für die Gebäudeinstallation an.
Belastungen durch Restrukturierung
Die Gruppe hatte aufgrund der weltweiten Multikrisen mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. Im vergangenen Jahr führten vor allem die internationalen Unsicherheiten aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zu einem starken Umsatzeinbruch. Laut Anchor soll aber der wesentliche Grund für die Krise der Gruppe aber in der fortdauernden Belastung durch die Restrukturierung von früheren Gesellschaften, die bereits vor Jahren begonnen wurde, liegen. „Da es nicht gelang, die damit einhergehenden Belastungen und Aufgabenfelder schneller zu lösen, waren nun die Insolvenzanträge unvermeidlich“, heißt es in einer Mitteilung der Kanzlei.
Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Verken und sein Team haben in den vergangenen Tagen bereits eine Vielzahl von Gesprächen mit dem Management, den Beschäftigten sowie wichtigen Kunden und Geschäftspartnern geführt. Eines der wesentlichen Ziele dabei war es, dass der Geschäftsbetrieb in den Unternehmen aufrecht erhalten bleiben kann. „Uns ist es gemeinsam gelungen, die Abläufe zu stabilisieren und für eine ununterbrochene Versorgung und Betreuung unserer Kunden zu sorgen. Nun geht es für uns darum, eine langfristige tragfähige Lösung für die Kathrein-Gruppe zu finden und die bekannte Traditionsmarke zu erhalten“, erklärt vorläufige Insolvenzverwalter Michael Verken. Erste Gespräche mit potenziellen Investoren laufen demnach bereits. Ein strukturierter Prozess werde in den kommenden Tagen starten.
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Die Gruppe bestand im Wesentlichen aus der Kathrein Broadcast GmbH und der Kathrein Electronics GmbH, die die Gesellschaften Kathrein Digital Systems, Kathrein Solutions und Kathrein Sachsen bündelt. So stellten die Gesellschaften Kathrein SE am 5. August), Kathrein Electronics GmbH am 11. August und Kathrein Digital Systems GmbH am 18. August jeweils einen Antrag auf Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens. In der Kathrein-Gruppe an den Standorten in Süddeutschland sind aktuell über 100 Beschäftigte von der Insolvenz betroffen. Die Gehaltszahlungen werden durch das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit übernommen.
Bereits im März 2025 hatte die Kathrein Broadcast GmbH die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das Verfahren wurde am 1. Juni eröffnet. Hier wurde bereits mit Lenbach Capital ein Investor gefunden. Die neuen Gesellschafter unter Führung von Lenbach Capital-Gründer Hans Liebler werden sämtliche Anteile übernehmen. Die Kathrein Broadcast GmbH ist durch die neuen Gesellschafter zukünftig damit nicht mehr Teil der Gruppe.
Interesse von Investoren
Das Amtsgericht Rosenheim hat nun Rechtsanwalt Michael Verken von der Rechtsanwaltskanzlei und Unternehmensberatung Anchor zum vorläufigen Insolvenzverwalter für die nun zahlungsunfähigen Kathrein-Unternehmen bestellt. Gemeinsam mit der jeweiligen Geschäftsleitung werden die Unternehmen stabilisiert. Der Investorenprozess soll nun in Kürze starten. Laut Anchor sollen bereits Interessensbekundungen vorliegen.
Kathrein gibt es schon seit über hundert Jahre. Die Gruppe bietet ein breites technisches Spektrum von Hochfrequenz- und Rundfunktechnik über Netzwerktechnik und digitale Empfangssysteme bis hin zu AutoID-Anwendungen, E-Mobility-Lösungen und Produkten für die Gebäudeinstallation an.
Belastungen durch Restrukturierung
Die Gruppe hatte aufgrund der weltweiten Multikrisen mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. Im vergangenen Jahr führten vor allem die internationalen Unsicherheiten aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zu einem starken Umsatzeinbruch. Laut Anchor soll aber der wesentliche Grund für die Krise der Gruppe aber in der fortdauernden Belastung durch die Restrukturierung von früheren Gesellschaften, die bereits vor Jahren begonnen wurde, liegen. „Da es nicht gelang, die damit einhergehenden Belastungen und Aufgabenfelder schneller zu lösen, waren nun die Insolvenzanträge unvermeidlich“, heißt es in einer Mitteilung der Kanzlei.
Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Verken und sein Team haben in den vergangenen Tagen bereits eine Vielzahl von Gesprächen mit dem Management, den Beschäftigten sowie wichtigen Kunden und Geschäftspartnern geführt. Eines der wesentlichen Ziele dabei war es, dass der Geschäftsbetrieb in den Unternehmen aufrecht erhalten bleiben kann. „Uns ist es gemeinsam gelungen, die Abläufe zu stabilisieren und für eine ununterbrochene Versorgung und Betreuung unserer Kunden zu sorgen. Nun geht es für uns darum, eine langfristige tragfähige Lösung für die Kathrein-Gruppe zu finden und die bekannte Traditionsmarke zu erhalten“, erklärt vorläufige Insolvenzverwalter Michael Verken. Erste Gespräche mit potenziellen Investoren laufen demnach bereits. Ein strukturierter Prozess werde in den kommenden Tagen starten.
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