Diese Einstellungen erhöhen den Datenschutz in Windows 11 – | Diese Einstellungen erhöhen den Datenschutz in Windows 11 | ChannelPartner
Windows 11 ist ein datenhungriges Betriebssystem. Es gibt Tools wie ShutUp10++, die zahlreiche Einstellungen anpassen. Aber nicht jeder will solchen Tools die Arbeit überlassen, da schlussendlich niemand genau weiß, was genau diese Tools ändern.
Wer das Vertrauen nicht hat, kann an einzelnen Stellschrauben drehen. Beispiele sind der Aktivitätsverlauf, der Benutzeraktionen speichert, Apps und die Bing-Integration. Hier lassen sich auch manuell Daten löschen, Berechtigungen entziehen und Anpassungen ändern.
Das verbessert deutlich den Datenschutz, ohne, dass zusätzliche Tools zum Einsatz kommen müssen.
Aktivitätsverlauf einsehen, löschen und dauerhaft abschalten
Bis Windows 11 23H2 ist in den Einstellungen unter “Datenschutz und Sicherheit” → “Aktivitätsverlauf” die Möglichkeit zu finden, welche Programme, Dateien und Webseiten zuletzt genutzt wurden. Diese Funktion diente ursprünglich der “Timeline”-Ansicht, in der Aktivitäten zwischen Geräten synchronisiert werden konnten.
Mit den aktuellen Versionen ab Windows 11 24H2 hat Microsoft diese Funktion jedoch entfernt. Der Menüpunkt “Aktivitätsverlauf” existiert nicht mehr, weil die systemweite Zeitleiste eingestellt wurde. Microsoft bringt dazu die neue Funktion “Recall”.
Trotzdem legt Windows weiterhin lokale Nutzungsdaten ab, etwa Informationen zu geöffneten Apps und Diensten. Diese Einträge erscheinen in der Taskansicht, die Sie mit [Windows] + [Tab] öffnen. Sie zeigt die aktuell laufenden Anwendungen und zuletzt genutzte Fenster. Wenn Sie diese Anzeige aufräumen möchten, können Sie alle Sitzungen manuell schließen.
Thomas Joos
Die verbliebenen Aktivitätsdaten speichert Windows im Benutzerprofil unter “%LOCALAPPDATA%ConnectedDevicesPlatform”. In diesem Ordner liegen unter anderem die Dateien “CDPGlobalSettings.cdp” und “ActivitiesCache.db”, die für lokale Synchronisationsprozesse zuständig sind.
Um vorhandene Daten restlos zu löschen, können Sie den gesamten Ordner manuell entfernen. Es empfiehlt sich, vorher alle Programme zu schließen, die auf Cloud- oder Geräteverknüpfungen zugreifen. Nach dem Löschen erstellt Windows den Ordner bei Bedarf automatisch neu, bleibt aber ohne gespeicherten Verlauf.
Windows 11-Datenerfassung in Windows 11 deaktivieren
Wer die Datenerfassung auf Systemebene vollständig unterbinden möchte, kann dies über die Registry oder die Gruppenrichtlinien tun. Öffnen Sie mit [Windows] + [R] den Dialog “regedit” und navigieren Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREPoliciesMicrosoftWindowsSystem.
Erstellen Sie dort den DWORD-Wert “PublishUserActivities” und setzen Sie ihn auf 0, um die Sammlung lokaler Aktivitäten zu deaktivieren. Mit dem Wert “UploadUserActivities” = 0 verhindern Sie, dass Reste solcher Daten an Microsoft-Dienste gesendet werden. Nach einem Neustart gelten die Änderungen systemweit. In Windows 11 Pro und höheren Editionen lassen sich dieselben Optionen komfortabler über den Gruppenrichtlinieneditor verwalten:
“Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → System → Betriebssystemrichtlinien”
Setzen Sie dort die Punkte “Aktivitätsfeed aktivieren”, “Upload von Benutzeraktivitäten zulassen” und “Veröffentlichen von Benutzeraktivitäten zulassen” jeweils auf “Deaktiviert”.
Thomas Joos
Falls Sie ein Microsoft-Konto verwenden, können Sie weiterhin prüfen, ob ältere Aktivitätsdaten oder Cloud-Protokolle vorhanden sind. Öffnen Sie dazu account.microsoft.com/privacy und prüfen Sie die einzelnen Daten. Dort können Sie sehen, welche Nutzungsinformationen noch in der Cloud gespeichert sind, und diese mit einem Klick löschen. Microsoft entfernt alte Aktivitätsdaten automatisch innerhalb von 30 Tagen nach der letzten Synchronisierung.
Thomas Joos
Die Deaktivierung dieser Funktionen hat keinen Einfluss auf die alltägliche Nutzung von Windows. Sie verhindert lediglich, dass Sitzungen und App-Aufrufe zentral gespeichert oder über mehrere Geräte hinweg nachverfolgt werden. Seit 24H2 wurde der Aktivitätsverlauf endgültig aus der Benutzeroberfläche entfernt.
Wer jedoch weiterhin sicherstellen möchte, dass keine Protokolle im Hintergrund entstehen, sollte die beschriebenen Registry-Werte oder Gruppenrichtlinien aktiv nutzen und den lokalen Ordner regelmäßig prüfen, vor allem wenn der PC auf die aktuelle Windows 11-Version aktualisiert wurde.
Zwischenablageverlauf prüfen und löschen
Neben dem Aktivitätsverlauf speichert Windows 11 standardmäßig auch Inhalte, die Sie kopieren oder ausschneiden. Der sogenannte Zwischenablageverlauf ermöglicht es, mehrere Elemente wie Texte, Bilder oder Dateipfade gleichzeitig vorzuhalten und bei Bedarf wieder einzufügen, auch zwischen verschiedenen PCs. Aufgerufen wird er mit der Tastenkombination [Windows] + [V]. In dem Fenster sehen Sie alle gespeicherten Einträge in chronologischer Reihenfolge.
Wenn Sie verhindern möchten, dass Windows Kopien dauerhaft ablegt, öffnen Sie “Start” → “Einstellungen” → “System” → “Zwischenablage”. Dort finden Sie die Option “Zwischenablageverlauf”, die Sie mit einem Klick deaktivieren können. Danach speichert Windows nur noch das zuletzt kopierte Element. Mit der Schaltfläche “Löschen” entfernen Sie alle gespeicherten Inhalte sofort.
Thomas Joos
Wer den Zwischenablagenverlauf regelmäßig nutzt, kann wichtige Einträge per Klick auf die Stecknadel fixieren, damit sie beim Leeren erhalten bleiben. Aus Sicherheitsgründen sollten sensible Inhalte wie Passwörter, Lizenzschlüssel oder persönliche Daten nach der Nutzung manuell gelöscht werden. Bei aktivierter Synchronisierung über das Microsoft-Konto werden die Zwischenablageinhalte zudem nur kurzzeitig übertragen und anschließend automatisch entfernt.
Technisch legt Windows die Daten im Benutzerprofil ab, verwaltet sie aber ausschließlich im Arbeitsspeicher. Ein Neustart löscht alle nicht fixierten Elemente automatisch. Damit bleibt die Funktion praktisch, ohne dauerhaft Spuren auf der Festplatte zu hinterlassen.
App-Berechtigungen gezielt steuern
Viele Anwendungen greifen ohne Rückfrage auf Systemfunktionen wie Standort, Kamera oder Mikrofon zu. Diese Zugriffe lassen sich präzise einschränken. Öffnen Sie “Einstellungen” → “Datenschutz und Sicherheit” → “App-Berechtigungen”. Jeder Abschnitt listet die Anwendungen auf, die Zugriff auf die jeweilige Komponente haben. Unter “Standort” sehen Sie zum Beispiel Karten- und Wetter-Apps, unter “Kamera” finden sich Programme wie Teams oder andere Kommunikationslösungen. Schalten Sie den Zugriff für alle Apps ab, die Sie nicht benötigen. So verhindern Sie, dass Hintergrundprozesse dauerhaft Sensoren abfragen oder Positionsdaten übermitteln.
Auch weitere Bereiche wie “Kontakte”, “E-Mails”, “Anrufliste”, “Benachrichtigungen” oder “Kalender” lassen sich hier prüfen. Jede Änderung wirkt sofort, ohne dass ein Neustart erforderlich ist. Diese feine Kontrolle über Berechtigungen hilft, unnötige Datenerfassung zu vermeiden und zugleich die Geräteleistung zu verbessern.
Bing-Suche vollständig deaktivieren
Standardmäßig sendet Windows 11 Suchanfragen aus dem Startmenü an Bing, um Internetvorschläge anzuzeigen. Wer ausschließlich lokal suchen möchte, öffnet “Einstellungen” → “Datenschutz und Sicherheit” → “Suche”. Unter “Indizierungsstatus” lassen sich die Optionen “Microsoft-Konto” und “Geschäfts-, Schul- oder Unikonto” ausschalten.
Dadurch verarbeitet die Suche keine Cloud- oder Webdaten mehr. Deaktivieren Sie zusätzlich “Such-Apps die Anzeige von Ergebnissen gestattet”, um Vorschläge und Werbeelemente zu entfernen. Außerdem können Sie “Microsoft Bing” deaktivieren, damit Windows nicht mit Bing auch im Internet nach Informationen sucht und damit Daten überträgt.
Thomas Joos
Auch Microsoft Edge nutzt Bing als Standardsuchmaschine. Um dies zu ändern, öffnen Sie den Browser, klicken auf die drei Punkte oben rechts, wählen “Einstellungen” → “Datenschutz, Suche und Dienste”, scrollen nach unten zu “Adressleiste und Suche” und stellen dort die Suchmaschine in der Adressleiste auf einen anderen Anbieter.
Unter “Start, Startseite und neue Tabs” können Sie Bing zudem als Startseite abwählen. Hier stehen noch weitere Datenschutzoptionen zur Verfügung, zum Beispiel das Deaktivieren von Vorschlägen oder das Anzeigen beliebter Suchvorgänge aus Microsoft Bing.
Thomas Joos
Thomas Joos
Apps effizient deinstallieren
Windows 11 bringt zahlreiche vorinstallierte Anwendungen mit, die sich teilweise entfernen lassen. Viele davon verschwinden bereits über das Kontextmenü. Öffnen Sie “Start” → “Alle Apps”, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte App und wählen Sie “Deinstallieren”.
Für eine detaillierte Übersicht öffnen Sie “Start” → “Einstellungen” → “Apps” → “Installierte Apps”. Hier können Sie Anwendungen suchen, über die drei Punkte rechts neben dem Namen klicken und “Deinstallieren” auswählen.
Bei klassischen Desktop-Programmen nutzen Sie die Systemsteuerung: “Systemsteuerung” → “Programme” → “Programme und Funktionen”, dort das Programm markieren und auf “Deinstallieren” klicken. Schneller kommen Sie in den Bereich, wenn Sie im Suchfeld der Taskleiste “appwiz.cpl” eingeben.
Thomas Joos
Apps mit der PowerShell entfernen
Komfortabler funktioniert die Entfernung mehrerer Apps über PowerShell oder Winget. Öffnen Sie PowerShell als Administrator und führen Sie “winget list” aus, um alle installierten Pakete zu sehen. Mit “winget uninstall <AppName>” entfernen Sie einzelne Anwendungen. Beispiel:
winget uninstall Microsoft.People_8wekyb3d8bbwe
Batch-Skripte können mehrere Deinstallationen automatisieren, etwa mit Befehlen wie
winget uninstall –id “Microsoft.BingWeather_8wekyb3d8bbwe” -h –accept-source-agreements
Diese Methode entfernt auch Systemkomponenten, die über die normale Oberfläche gesperrt sind. In den Editionen Enterprise und Education ab Version 25H2 bietet Microsoft über Gruppenrichtlinien und Intune die Richtlinie “Remove Default Microsoft Store Packages” an. Damit lassen sich vordefinierte Store-Apps zentral löschen, ohne Skripte oder eigene Images. Die Regel gilt beim ersten Start, nach Updates oder bei neuen Anmeldungen und entfernt die Pakete automatisch.
Erweiterte Methoden für fortgeschrittene Anpassungen
Neben den sichtbaren Datenschutzeinstellungen bietet Windows 11 weitere Möglichkeiten, Systemverhalten und App-Management präziser zu steuern. Wer tiefer eingreifen möchte, kann dafür die Gruppenrichtlinien oder den Registrierungs-Editor nutzen.
In Windows 11 Pro und höher steht unter “Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → Windows-Komponenten → Bereitstellung von App-Paketen” die neue Richtlinie “Entfernen Sie Microsoft-Store-Standardpakete aus dem System” bereit. Damit lassen sich bestimmte vorinstallierte Apps schon während der Einrichtung löschen. Diese Funktion arbeitet mit Windows Autopilot und Intune zusammen und kann sowohl beim ersten Start als auch nach Richtlinienaktualisierungen automatisch greifen.
Thomas Joos
Auch die Kontrolle über nachinstallierte Apps ist möglich. Administratoren oder erfahrene Anwender können PowerShell-Befehle wie Get-AppxProvisionedPackage verwenden, um Systempakete dauerhaft zu entfernen. Mit Remove-AppxProvisionedPackage lassen sich Apps nicht nur für bestehende, sondern auch für zukünftige Benutzerkonten löschen. Das verhindert, dass Programme nach Updates automatisch wieder installiert werden.
Für Privatanwender, die keine Unternehmensrichtlinien einsetzen, reicht oft die Kontrolle über lokale Einstellungen. Wer Registry-Einträge verwendet, sollte diese immer mit administrativen Rechten ändern und vorab einen Wiederherstellungspunkt erstellen. So lassen sich versehentliche Änderungen am System rückgängig machen, falls eine Einstellung unerwartete Nebenwirkungen hat.
Zugriff und Kontorechte regelmäßig prüfen
Zur besseren Übersicht über verbundene Dienste sollten Sie regelmäßig kontrollieren, welche Anwendungen Zugriff auf Ihr Microsoft-Konto haben. Besuchen Sie dazu account.live.com/consent/Manage.
Thomas Joos
Dort lassen sich Berechtigungen widerrufen und alte, nicht mehr genutzte Verknüpfungen entfernen. Das erhöht die Datensicherheit zusätzlich, vor allem wenn Apps oder Add-ons aus dem Microsoft Store Zugriff auf persönliche Daten angefordert haben. (PC-Welt)
Windows 11 aus der europäischen Cloud
Microsoft räumt Fehler beim Juni-Patch ein
So lässt sich Windows Recall ausschalten
Windows 11 ist ein datenhungriges Betriebssystem. Es gibt Tools wie ShutUp10++, die zahlreiche Einstellungen anpassen. Aber nicht jeder will solchen Tools die Arbeit überlassen, da schlussendlich niemand genau weiß, was genau diese Tools ändern.
Wer das Vertrauen nicht hat, kann an einzelnen Stellschrauben drehen. Beispiele sind der Aktivitätsverlauf, der Benutzeraktionen speichert, Apps und die Bing-Integration. Hier lassen sich auch manuell Daten löschen, Berechtigungen entziehen und Anpassungen ändern.
Das verbessert deutlich den Datenschutz, ohne, dass zusätzliche Tools zum Einsatz kommen müssen.
Aktivitätsverlauf einsehen, löschen und dauerhaft abschalten
Bis Windows 11 23H2 ist in den Einstellungen unter “Datenschutz und Sicherheit” → “Aktivitätsverlauf” die Möglichkeit zu finden, welche Programme, Dateien und Webseiten zuletzt genutzt wurden. Diese Funktion diente ursprünglich der “Timeline”-Ansicht, in der Aktivitäten zwischen Geräten synchronisiert werden konnten.
Mit den aktuellen Versionen ab Windows 11 24H2 hat Microsoft diese Funktion jedoch entfernt. Der Menüpunkt “Aktivitätsverlauf” existiert nicht mehr, weil die systemweite Zeitleiste eingestellt wurde. Microsoft bringt dazu die neue Funktion “Recall”.
Trotzdem legt Windows weiterhin lokale Nutzungsdaten ab, etwa Informationen zu geöffneten Apps und Diensten. Diese Einträge erscheinen in der Taskansicht, die Sie mit [Windows] + [Tab] öffnen. Sie zeigt die aktuell laufenden Anwendungen und zuletzt genutzte Fenster. Wenn Sie diese Anzeige aufräumen möchten, können Sie alle Sitzungen manuell schließen.

Thomas Joos
Die verbliebenen Aktivitätsdaten speichert Windows im Benutzerprofil unter “%LOCALAPPDATA%ConnectedDevicesPlatform”. In diesem Ordner liegen unter anderem die Dateien “CDPGlobalSettings.cdp” und “ActivitiesCache.db”, die für lokale Synchronisationsprozesse zuständig sind.
Um vorhandene Daten restlos zu löschen, können Sie den gesamten Ordner manuell entfernen. Es empfiehlt sich, vorher alle Programme zu schließen, die auf Cloud- oder Geräteverknüpfungen zugreifen. Nach dem Löschen erstellt Windows den Ordner bei Bedarf automatisch neu, bleibt aber ohne gespeicherten Verlauf.
Windows 11-Datenerfassung in Windows 11 deaktivieren
Wer die Datenerfassung auf Systemebene vollständig unterbinden möchte, kann dies über die Registry oder die Gruppenrichtlinien tun. Öffnen Sie mit [Windows] + [R] den Dialog “regedit” und navigieren Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREPoliciesMicrosoftWindowsSystem.
Erstellen Sie dort den DWORD-Wert “PublishUserActivities” und setzen Sie ihn auf 0, um die Sammlung lokaler Aktivitäten zu deaktivieren. Mit dem Wert “UploadUserActivities” = 0 verhindern Sie, dass Reste solcher Daten an Microsoft-Dienste gesendet werden. Nach einem Neustart gelten die Änderungen systemweit. In Windows 11 Pro und höheren Editionen lassen sich dieselben Optionen komfortabler über den Gruppenrichtlinieneditor verwalten:
“Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → System → Betriebssystemrichtlinien”
Setzen Sie dort die Punkte “Aktivitätsfeed aktivieren”, “Upload von Benutzeraktivitäten zulassen” und “Veröffentlichen von Benutzeraktivitäten zulassen” jeweils auf “Deaktiviert”.

Thomas Joos
Falls Sie ein Microsoft-Konto verwenden, können Sie weiterhin prüfen, ob ältere Aktivitätsdaten oder Cloud-Protokolle vorhanden sind. Öffnen Sie dazu account.microsoft.com/privacy und prüfen Sie die einzelnen Daten. Dort können Sie sehen, welche Nutzungsinformationen noch in der Cloud gespeichert sind, und diese mit einem Klick löschen. Microsoft entfernt alte Aktivitätsdaten automatisch innerhalb von 30 Tagen nach der letzten Synchronisierung.

Thomas Joos
Die Deaktivierung dieser Funktionen hat keinen Einfluss auf die alltägliche Nutzung von Windows. Sie verhindert lediglich, dass Sitzungen und App-Aufrufe zentral gespeichert oder über mehrere Geräte hinweg nachverfolgt werden. Seit 24H2 wurde der Aktivitätsverlauf endgültig aus der Benutzeroberfläche entfernt.
Wer jedoch weiterhin sicherstellen möchte, dass keine Protokolle im Hintergrund entstehen, sollte die beschriebenen Registry-Werte oder Gruppenrichtlinien aktiv nutzen und den lokalen Ordner regelmäßig prüfen, vor allem wenn der PC auf die aktuelle Windows 11-Version aktualisiert wurde.
Zwischenablageverlauf prüfen und löschen
Neben dem Aktivitätsverlauf speichert Windows 11 standardmäßig auch Inhalte, die Sie kopieren oder ausschneiden. Der sogenannte Zwischenablageverlauf ermöglicht es, mehrere Elemente wie Texte, Bilder oder Dateipfade gleichzeitig vorzuhalten und bei Bedarf wieder einzufügen, auch zwischen verschiedenen PCs. Aufgerufen wird er mit der Tastenkombination [Windows] + [V]. In dem Fenster sehen Sie alle gespeicherten Einträge in chronologischer Reihenfolge.
Wenn Sie verhindern möchten, dass Windows Kopien dauerhaft ablegt, öffnen Sie “Start” → “Einstellungen” → “System” → “Zwischenablage”. Dort finden Sie die Option “Zwischenablageverlauf”, die Sie mit einem Klick deaktivieren können. Danach speichert Windows nur noch das zuletzt kopierte Element. Mit der Schaltfläche “Löschen” entfernen Sie alle gespeicherten Inhalte sofort.

Thomas Joos
Wer den Zwischenablagenverlauf regelmäßig nutzt, kann wichtige Einträge per Klick auf die Stecknadel fixieren, damit sie beim Leeren erhalten bleiben. Aus Sicherheitsgründen sollten sensible Inhalte wie Passwörter, Lizenzschlüssel oder persönliche Daten nach der Nutzung manuell gelöscht werden. Bei aktivierter Synchronisierung über das Microsoft-Konto werden die Zwischenablageinhalte zudem nur kurzzeitig übertragen und anschließend automatisch entfernt.
Technisch legt Windows die Daten im Benutzerprofil ab, verwaltet sie aber ausschließlich im Arbeitsspeicher. Ein Neustart löscht alle nicht fixierten Elemente automatisch. Damit bleibt die Funktion praktisch, ohne dauerhaft Spuren auf der Festplatte zu hinterlassen.
App-Berechtigungen gezielt steuern
Viele Anwendungen greifen ohne Rückfrage auf Systemfunktionen wie Standort, Kamera oder Mikrofon zu. Diese Zugriffe lassen sich präzise einschränken. Öffnen Sie “Einstellungen” → “Datenschutz und Sicherheit” → “App-Berechtigungen”. Jeder Abschnitt listet die Anwendungen auf, die Zugriff auf die jeweilige Komponente haben. Unter “Standort” sehen Sie zum Beispiel Karten- und Wetter-Apps, unter “Kamera” finden sich Programme wie Teams oder andere Kommunikationslösungen. Schalten Sie den Zugriff für alle Apps ab, die Sie nicht benötigen. So verhindern Sie, dass Hintergrundprozesse dauerhaft Sensoren abfragen oder Positionsdaten übermitteln.
Auch weitere Bereiche wie “Kontakte”, “E-Mails”, “Anrufliste”, “Benachrichtigungen” oder “Kalender” lassen sich hier prüfen. Jede Änderung wirkt sofort, ohne dass ein Neustart erforderlich ist. Diese feine Kontrolle über Berechtigungen hilft, unnötige Datenerfassung zu vermeiden und zugleich die Geräteleistung zu verbessern.
Bing-Suche vollständig deaktivieren
Standardmäßig sendet Windows 11 Suchanfragen aus dem Startmenü an Bing, um Internetvorschläge anzuzeigen. Wer ausschließlich lokal suchen möchte, öffnet “Einstellungen” → “Datenschutz und Sicherheit” → “Suche”. Unter “Indizierungsstatus” lassen sich die Optionen “Microsoft-Konto” und “Geschäfts-, Schul- oder Unikonto” ausschalten.
Dadurch verarbeitet die Suche keine Cloud- oder Webdaten mehr. Deaktivieren Sie zusätzlich “Such-Apps die Anzeige von Ergebnissen gestattet”, um Vorschläge und Werbeelemente zu entfernen. Außerdem können Sie “Microsoft Bing” deaktivieren, damit Windows nicht mit Bing auch im Internet nach Informationen sucht und damit Daten überträgt.

Thomas Joos
Auch Microsoft Edge nutzt Bing als Standardsuchmaschine. Um dies zu ändern, öffnen Sie den Browser, klicken auf die drei Punkte oben rechts, wählen “Einstellungen” → “Datenschutz, Suche und Dienste”, scrollen nach unten zu “Adressleiste und Suche” und stellen dort die Suchmaschine in der Adressleiste auf einen anderen Anbieter.
Unter “Start, Startseite und neue Tabs” können Sie Bing zudem als Startseite abwählen. Hier stehen noch weitere Datenschutzoptionen zur Verfügung, zum Beispiel das Deaktivieren von Vorschlägen oder das Anzeigen beliebter Suchvorgänge aus Microsoft Bing.

Thomas Joos
Thomas Joos
Apps effizient deinstallieren
Windows 11 bringt zahlreiche vorinstallierte Anwendungen mit, die sich teilweise entfernen lassen. Viele davon verschwinden bereits über das Kontextmenü. Öffnen Sie “Start” → “Alle Apps”, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte App und wählen Sie “Deinstallieren”.
Für eine detaillierte Übersicht öffnen Sie “Start” → “Einstellungen” → “Apps” → “Installierte Apps”. Hier können Sie Anwendungen suchen, über die drei Punkte rechts neben dem Namen klicken und “Deinstallieren” auswählen.
Bei klassischen Desktop-Programmen nutzen Sie die Systemsteuerung: “Systemsteuerung” → “Programme” → “Programme und Funktionen”, dort das Programm markieren und auf “Deinstallieren” klicken. Schneller kommen Sie in den Bereich, wenn Sie im Suchfeld der Taskleiste “appwiz.cpl” eingeben.

Thomas Joos
Apps mit der PowerShell entfernen
Komfortabler funktioniert die Entfernung mehrerer Apps über PowerShell oder Winget. Öffnen Sie PowerShell als Administrator und führen Sie “winget list” aus, um alle installierten Pakete zu sehen. Mit “winget uninstall <AppName>” entfernen Sie einzelne Anwendungen. Beispiel:
winget uninstall Microsoft.People_8wekyb3d8bbwe
Batch-Skripte können mehrere Deinstallationen automatisieren, etwa mit Befehlen wie
winget uninstall –id “Microsoft.BingWeather_8wekyb3d8bbwe” -h –accept-source-agreements
Diese Methode entfernt auch Systemkomponenten, die über die normale Oberfläche gesperrt sind. In den Editionen Enterprise und Education ab Version 25H2 bietet Microsoft über Gruppenrichtlinien und Intune die Richtlinie “Remove Default Microsoft Store Packages” an. Damit lassen sich vordefinierte Store-Apps zentral löschen, ohne Skripte oder eigene Images. Die Regel gilt beim ersten Start, nach Updates oder bei neuen Anmeldungen und entfernt die Pakete automatisch.
Erweiterte Methoden für fortgeschrittene Anpassungen
Neben den sichtbaren Datenschutzeinstellungen bietet Windows 11 weitere Möglichkeiten, Systemverhalten und App-Management präziser zu steuern. Wer tiefer eingreifen möchte, kann dafür die Gruppenrichtlinien oder den Registrierungs-Editor nutzen.
In Windows 11 Pro und höher steht unter “Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → Windows-Komponenten → Bereitstellung von App-Paketen” die neue Richtlinie “Entfernen Sie Microsoft-Store-Standardpakete aus dem System” bereit. Damit lassen sich bestimmte vorinstallierte Apps schon während der Einrichtung löschen. Diese Funktion arbeitet mit Windows Autopilot und Intune zusammen und kann sowohl beim ersten Start als auch nach Richtlinienaktualisierungen automatisch greifen.

Thomas Joos
Auch die Kontrolle über nachinstallierte Apps ist möglich. Administratoren oder erfahrene Anwender können PowerShell-Befehle wie Get-AppxProvisionedPackage verwenden, um Systempakete dauerhaft zu entfernen. Mit Remove-AppxProvisionedPackage lassen sich Apps nicht nur für bestehende, sondern auch für zukünftige Benutzerkonten löschen. Das verhindert, dass Programme nach Updates automatisch wieder installiert werden.
Für Privatanwender, die keine Unternehmensrichtlinien einsetzen, reicht oft die Kontrolle über lokale Einstellungen. Wer Registry-Einträge verwendet, sollte diese immer mit administrativen Rechten ändern und vorab einen Wiederherstellungspunkt erstellen. So lassen sich versehentliche Änderungen am System rückgängig machen, falls eine Einstellung unerwartete Nebenwirkungen hat.
Zugriff und Kontorechte regelmäßig prüfen
Zur besseren Übersicht über verbundene Dienste sollten Sie regelmäßig kontrollieren, welche Anwendungen Zugriff auf Ihr Microsoft-Konto haben. Besuchen Sie dazu account.live.com/consent/Manage.

Thomas Joos
Dort lassen sich Berechtigungen widerrufen und alte, nicht mehr genutzte Verknüpfungen entfernen. Das erhöht die Datensicherheit zusätzlich, vor allem wenn Apps oder Add-ons aus dem Microsoft Store Zugriff auf persönliche Daten angefordert haben. (PC-Welt)
Windows 11 aus der europäischen Cloud