Bei Cherry geht es ans Eingemachte – | Bei Cherry geht es ans Eingemachte | ChannelPartner
Bei Cherry geht es ans Eingemachte: Der Peripheriespezialist aus Auerbauch in der Oberpfalz muss sich von Teilen des Kerngeschäfts trennen.Armin Weiler (erstellt mit ChatGPT)
Der Auerbacher Peripheriespezialist Cherry muss zu drastischen Mitteln greifen, um das Überleben zu sichern. Wie der Vorstand nun bekannt gab, will man sich von einem der beiden Geschäftssegmente „Digital Health & Solutions” oder “Peripherals“ trennen.
Damit geht es in Auerbach ans Eingemachte, denn sowohl Peripherals mit Gaming-Devices sowie Office-, Industrial- und Security-Peripherals als auch E-Health-Terminals, Mobilgeräte, Firmware, Software und Cloud-Lösungen wie das Terminal-Management-System (TMS) und den TI Messenger (TIM) gehören zum Kerngeschäft der Oberpfälzer.
Sanierungsmaßnahmen reichen nicht
Welcher der beiden Bereich es treffen wird, ist noch unklar. Es wurde für beide nun ein M&A-Prozess angestoßen. Als Grund nennt Cherry „trotz bereits umgesetzter Sanierungsmaßnahmen weiter bestehende Einschränkungen der finanziellen Handlungsspielräume“.
Mit der aus der Veräußerung erzielten Liquidität sollen Verbindlichkeiten abgebaut werden und der verbleibende Teil des Unternehmens ausreichend finanziell ausgestattet werden, um Wachstumspläne zu finanzieren.
Erst im Frühjahr 2025 hatte den Bereich der Hygienetastaturen an den dänische Zubehörspezialist Contour Design verkauft (ChannelPartner berichtete). Das sollte 21 Millionen Euro in die Kassen spülen. „Durch den Verkauf stärken wir zugleich unsere Liquiditätsposition, um die laufende Restrukturierung der Gruppe voranzutreiben und gezielt in unser Wachstumsfeld Digital Health zu investieren“, erklärte damals Cherry-CEO Oliver Kaltner. Offensichtlich wurde dieses Ziel verfehlt.
Ausbleibender Umsatz für Gesundheitstelematik
Mit ein Grund für die Probleme bei den Auerbachern könnte auch eine Entscheidung des Bundestags sein: So hat das Parlament erst vor wenigen Tagen beschlossen, die verpflichtende Anbindung von rund 90.000 Heil- und Hilfsmittelerbringern, wie Physiotherapeuten, an die Telematikinfrastruktur (TI) vom 1. Januar 2026 auf den 1. Oktober 2027 zu verschieben.
Cherry hatte große Hoffnungen in die Verpflichtung gesetzt. „Diese Entscheidung ist ein Rückschritt für die Versorgung und sendet ein enttäuschendes Signal an uns E-Health-Akteure“, äußerte sich Kaltner. Diese Verpflichtung bedeutet, dass sich viele Unternehmen der Heilberufe sich um eine Erstausstattung kümmern müssen.
Die Verschiebung führt nun sowohl bei Cherry als auch bei anderen in diesem Sektor tätigen Unternehmen zu Umsatzeinbußen in Millionenhöhe im kommenden Geschäftsjahr. Bereits im vierten Quartal 2025 wird bei den Auerbachern ein unmittelbarer entgangener Umsatzbeitrag mehreren Millionen Euro erwartet.
Contour hält am Cherry-Standort Auerbach fest
Man & Machine verstärkt sich mit Petra Neumeier
Ziele im Office- und Gaming-Bereich verpasst: Cherry baut Vertrieb gründlich um

Armin Weiler (erstellt mit ChatGPT)
Der Auerbacher Peripheriespezialist Cherry muss zu drastischen Mitteln greifen, um das Überleben zu sichern. Wie der Vorstand nun bekannt gab, will man sich von einem der beiden Geschäftssegmente „Digital Health & Solutions” oder “Peripherals“ trennen.
Damit geht es in Auerbach ans Eingemachte, denn sowohl Peripherals mit Gaming-Devices sowie Office-, Industrial- und Security-Peripherals als auch E-Health-Terminals, Mobilgeräte, Firmware, Software und Cloud-Lösungen wie das Terminal-Management-System (TMS) und den TI Messenger (TIM) gehören zum Kerngeschäft der Oberpfälzer.
Sanierungsmaßnahmen reichen nicht
Welcher der beiden Bereich es treffen wird, ist noch unklar. Es wurde für beide nun ein M&A-Prozess angestoßen. Als Grund nennt Cherry „trotz bereits umgesetzter Sanierungsmaßnahmen weiter bestehende Einschränkungen der finanziellen Handlungsspielräume“.
Mit der aus der Veräußerung erzielten Liquidität sollen Verbindlichkeiten abgebaut werden und der verbleibende Teil des Unternehmens ausreichend finanziell ausgestattet werden, um Wachstumspläne zu finanzieren.
Erst im Frühjahr 2025 hatte den Bereich der Hygienetastaturen an den dänische Zubehörspezialist Contour Design verkauft (ChannelPartner berichtete). Das sollte 21 Millionen Euro in die Kassen spülen. „Durch den Verkauf stärken wir zugleich unsere Liquiditätsposition, um die laufende Restrukturierung der Gruppe voranzutreiben und gezielt in unser Wachstumsfeld Digital Health zu investieren“, erklärte damals Cherry-CEO Oliver Kaltner. Offensichtlich wurde dieses Ziel verfehlt.
Ausbleibender Umsatz für Gesundheitstelematik
Mit ein Grund für die Probleme bei den Auerbachern könnte auch eine Entscheidung des Bundestags sein: So hat das Parlament erst vor wenigen Tagen beschlossen, die verpflichtende Anbindung von rund 90.000 Heil- und Hilfsmittelerbringern, wie Physiotherapeuten, an die Telematikinfrastruktur (TI) vom 1. Januar 2026 auf den 1. Oktober 2027 zu verschieben.
Cherry hatte große Hoffnungen in die Verpflichtung gesetzt. „Diese Entscheidung ist ein Rückschritt für die Versorgung und sendet ein enttäuschendes Signal an uns E-Health-Akteure“, äußerte sich Kaltner. Diese Verpflichtung bedeutet, dass sich viele Unternehmen der Heilberufe sich um eine Erstausstattung kümmern müssen.
Die Verschiebung führt nun sowohl bei Cherry als auch bei anderen in diesem Sektor tätigen Unternehmen zu Umsatzeinbußen in Millionenhöhe im kommenden Geschäftsjahr. Bereits im vierten Quartal 2025 wird bei den Auerbachern ein unmittelbarer entgangener Umsatzbeitrag mehreren Millionen Euro erwartet.
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